botox der liebe

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schlau daherreden
War ich schon fast soweit, Flugtickets anzuschaffen, kommen böse Anrufe mit Aufträgen und noch dazu Einladungen zum Schlaudaherreden. Soll Unileuten die Sache mit den Kulleraugen erklären. Ich dachte, die Lehre hätte mich definitiv als unverdaulich ausgespuckt. Nun also doch wieder Tingeln im Auftrag der Wissenschaft. Könnte so schön ein paar Tage nur am Strand sitzen und stumpft dem Giant Dipper zusehen... Grmbl...

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alaska mama

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zu kalt
Erster Tag Heizung. Neben allem anderen die erste Ansichtnahme von möglichen Flugtickets ins Winterquartier. Brrrrrrr.
Lebensziel: Arbeiten nur noch, um nicht mehr zu frieren.

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fun with tourists
Einfach so in Berlin-Mitte herumstehen sollte man tunlichst vermeiden oder als Dienstleistung begreifen. Im Minutentakt kommt irgendein Tourist, der in irgendeine Richtung geschickt werden möchte. Es herrscht das Vorurteil, Berliner Eingeborene schicken Touristen immer in die falsche Richtung. Ich halte viel von Vorurteilen aber mache sowas in der Regel nicht.

Gestern war der Tourist ölig grinsender Teil einer ölig grinsenden Pubcrawl-Überlebendenkompanie, der uns ölig grinsend frug: "Do you know a good place to have some fun, hehe?" -- worauf meine freundliche Ansprache lautete, dass wir uns extra Mühe gäben nicht so auszusehen, als hätten wir jemals Spaß im Leben. Um die Typen aber von besseren Orten fernzuhalten, beschrieb ich den Weg zum Hackeschen Markt, bzw. zum White Trash, wo Pubcrawler die nötige Betreuung finden. Man möchte ja nett sein zu Fremden.

(>>> read on...)

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late reply
Nichts geht verloren: der Mann im Rollstuhl, dem ich vor 10 Monaten eine Mail schrieb, antwortet heute per Mail, dass er keine Mails schrübe. Ich solle gefälligst anrufen, er habe nämlich keinen Computer. Ich könne auch vorbeikommen, aber nicht vor 3 pm Pacific Time. Es wird wohl im Januar dann mal ein langer Winterabend in Oregon.

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georgraphic
Wenn Condoleezza Rice von russischen Panzern in "Georgia" spricht, könnte man denken, man hätte was verpasst vor lauter Schwimmmedaillen und der Russe beim Risikospielen ein oder zwei Würfelschritte übersprungen.

Georgien gibt es zweimal -- das eine mit den Panzern heißt allerdings in echt "საქართველო" [= Sakartwelo = "Circuit what?!"], unlesbar für Frau Rice oder die Nachrichtenagenturen. Sagen wie also lieber "Georgien". Geschissen wird auf Selbstbezeichnungen bei Ortsangaben in weniger hegemonialen Sprachregionen. Anderes schönes Beispiel wäre "Pyidaungsu Thamada Myanmar Naing-Ngan-Daw" -- oder was sich diese Regional-Diktatoren so zusammentiteln. Und keine Sau sagt "Chosŏn Minjujuŭi Inmin Konghwaguk" zu Nordkorea. Geht denn nur "USA" uneingedeutscht über die Lippen?
Wer Königsberg sagt, sagt auch "Deutsch-Südwest". Und in Georgia ist hoffentlich bald olympische Ruhe.

Nebensachen:
- Der alternative Medaillenspiegel (Spreeblick)
- Germania in ausländisch...

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fusenich
Herr Uli H. aus B. war in Fusenich.
Und da ist auch alles noch so, wie ich es in Erinnerung hatte.

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hamburg mal anders
In Hamburg hatte ich schon jede Art Übernachtung... auf dem Kneipenhochbett am Hafen, in der Sekte, häufig gutdraufes Hausprojekt im Schanzenviertel, bei Onkel, im Bandbus, auf einem Dach - und fast mal in der eigenen Wohnung... Hamburg immer mein zweites Zuhause.
Und nun ruft der Sugardaddy an und sacht: komm her, lockt mit Hotel samt nackten Tänzern Wanne und Blick auf die Alster. Einmal Whirlpool und zurück. So richtig Urlaub in HH? Aber was ist? Ist nicht. Siech in Berlin statt sonnig in St. Georg. Andermal...

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fernseheis
Herr Strübing hat fertig am Polar und badet nochmal im Gletscher.
Klasse Foto!

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halt die klappe und lies dein buch


Wenn der Erlebnishunger so dünn wird wie der Bikinistreifen am FKK-Strand... der einzige Textbeitrag in zwei Stunden "Gib mal die Kekse"... so genau hatte ich mir meine Knie auch noch nie angesehen... Haarfrisur wie Dünengras... ein kleines Mädchen paniert sich im Sand... guck ma, Faltboot mit Segel... eigentlich muss man auch nicht immer was denken. Viel zu laut.

(Danke für gute Gesellschaft!)

>>> Hier lang zum Weststrand...

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lilian


Die freundliche Eselin heißt Lilian und wohnt da, wo auch die anderen Gastgeber wohnten. Mit meinem Farrat wollte sie den Job nicht tauschen.
Kein Mittelstreckenesel.

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the great plains
In Vorpommern hat man einen Blick bis Übermorgen. Soviel Landschaft auf einen Haufen gab's zuletzt in der Mojave.

... Auch mal ein paar Kilometer aus Versehen keinen Menschen treffen kann man da. Oder einen coolen Bauern mit ZZ-Top-Frisur, einen ausgebüchsten Bullen, einen Jäger mit kaputtem Hut, ein paar Gänse in Formation. Und kein Gerede weit und breit. Kein Geplärre. Denn immer nur Lärm ist ja auch keine Lösung.
Also alles mal wieder bestens von wegen "down to earth"...



>>> Schön vertikal/horizontal gemächliche Streckenbilder...

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tour de pom 2
Will ich grade tatendurstig los, ran ans Meer... kommt natürlich der Anruf und Frau Generator bleibt gleich an der ersten Bierkiste hängen, tatendurstig. Erste Etappe also nur bis zur geliebten Wandlitz-Datscha. Weil da der Grill glüht und die Herzen ebenso.
Ostsee wartet bitte und läuft nicht weg.



(Danke für gefillte Fisch, Bier und Gerudertwerden!)

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fanmeile
Wurstbudenwahlkampf. Das nächste Mal mit Sarkozy oder Arnie goes back Austria? Goldelse hat schon vieles gesehen.

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tour de pom
Dekadent weggefahren und wiedergekommen, jetzt arbeiten, arbeiten, arbeiten und dann etwas ganz Einfaches, was ich 92 mal gemacht habe, seit 10 Jahren wieder tun will und leider immer wieder nur wieder tun wollte... Mein Freund Joe hat es mit dem verbeulten Herrenrad von Moskau bis Berlin geschafft. Werd ich wohl gemütlich bis an die Küste kommen. Dort wartet ein Frollein mit dem kalten Bier. Herr Blaschke warnt vor Blutsvente und Messerjocke, aber ich hab einen Glauben an die Zivilisation.
Bremse geölt erneuert, Kette geölt und ab dafür...

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montreux
Montreux Festival -- wie gesagt ein großer Rummel mit Musik. Konzertkarten für das eigentliche Programm unerschwinglich (200 - 300 CHF), aber die Umsonst- und Draußen-Bühnen waren auch recht unterhaltsam. Am "Balkan-Corner" allerdings jeden Tag so richtig tote Hose mit einem traurigen serbischen Liedermacher oder gleich ganz ohne Musik bei ebenfalls geschlossenem Ćevapčići-Grill (die Jungs vom Balkan ließen nur die Gitarre des erschossenen Liedermachers zurück).
Auf einer anderen Bühne konnte man winzigkleine australische Mädchen mit viel zu großen Saxophonen erstaunliche Dinge tun sehen. Und das Allerbeste war die mehrtägige Piano-Competition im Muppet Theater des Montreux-Palace-Hotels. (Siehe Fotos)...



Ansonsten ist das Festival ein El Dorado für verschiedenste Straßenmusik- Formationen. Vermutlich schickt ganz Europa seine Didgeridoo-Sodomisten und Panflöten-Orchester dorthin ins Exil. Der Peruaner hat inzwischen umgesattelt auf New-Age-Sphärenklänge und die Wolldecken gegen Indianer-Federn ausgetauscht. Zum Glück werden diese Musikverbrechen in Schach gehalten von ein paar wirklich schmissigen Blaskapellen, wie den Jungs aus Bern. Die hatten sich ein Schiffchen gechartert für ihren Urlaub und wohl auch zur Einsparung der Straßen-Lizenz.

Trotzdem würde ich gern das ein oder andere Akkordeon nach Montreux delegieren nächstes Jahr -- allein um sie bei uns nicht mehr hören zu müssen. Falls aber irgendeine Berliner Band clever und straßentauglich ist, sollte sie dort für den Sommer einchecken, sich mal finanziell sanieren und in Schokolade gießen lassen. Es gibt so eine Art Künstler-Bauwagenplatz am nördlichen Ufer Richtung Vevey. Mit Blick auf das Chateau de "Chillum" und den ewig Mikrophon schwingenden Freddie Mercury.

>>> Bilder aus Montreux...

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dresscode schweiz


Bei schlechtem Wetter (Modell "Canterville") und bei gutem Wetter...

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schwimmende rabbis
Kommt ein alter Mann geschwommen. Taucht auf mit langem, langem Bart. Zieht sich am Ufer wieder an... Bart frottiert, Tallit übergezogen. Auch Rabbis stechen mal in See, aber am öffentlichen Strip? Cool.

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zimmer mit aussicht


Montreux ist da, wo der liebe Gott mal sehr gut gelaunt zwischen die Alpen gespuckt hat. Und weil das so schön ist am Lac Leman, laufen da auch nur ganz doll stinkreiche Leute herum, z.B. Ölscheichs, deren Frauen zur Burka ihre "La Perla"-Tütchen schwenken.
Einmal im Jahr machen sie so etwas Ähnliches wie Neuköllner Maientage, nämlich einen Rummel mit Musik, wobei die Musik da so um die 300 CHF Eintritt kostet und eine Wurst 10 Euro. Dieses Festival ist nicht wie bei uns so eins mit Biercamp und Pipimatsche. Aber da schreibt man besser nochmal einen eigenen Beitrag drüber. (Und drückt dem charmanten Abel die Daumen für den Wettbewerb.)

Hier nur einen riesengroßen DANK an den skrupellosen Monsieur L. für all die Minibar und erholsame Aussicht!!!

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hopp schwyz!
In der Schweiz ist wie immer alles vorbildlich aufgeräumt: an Tanken gibt's kein Bier, auf den Straßen keinerlei crottes de chien, denn die Hunde kacken Prada, nach 10 a.m. kein Frühstück und in Downtown Zürich nach 10 p.m. überhaupt nichts mehr zu Essen für hungrige Triathleten oder Triathleten-Groupies. Vielleicht könnte der Neuköllner Gastronomie-Verband da mal beratend tätig werden?

Dafür tragen die Motz-Verkäufer schicke Anzüge, die vielen Freibäder ("s'Badi") der Stadt sind äußerst kommod und for free (im Gegensatz zu denen der BBB, denn die sind dreckig und teuer, weil hier irgendwas anders organisiert ist), und die Schweizer Bahn muss sich skandalöserweise für Verspätungen entschuldigen.

Weitere Ironman-Berichte folgen, wenn wir den Genfer See leergeglotzt haben. Das dauert.


Der andere See...

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viva colonia
Südafrikanischen Kindern bleibt nichts erspart... Der deutsche Zivi hat's ja nur gut gemeint.
Hoffentlich wird das nicht die neue Nationalhymne.

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am kalten polar
Andere freuen sich, während der kurzen Sommerwochen mal keine kalten Füße zu haben, und Herr Strübing fährt mutwillig auf Polarexpedition .
Offensichtlich mit einem gekaperten Schiff, das anderswo vermisst gemeldet wird. Na hoffentlich sind die geprellten Angler nicht mit Harpunen hinter euch her!

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the elephant king


Überraschend guter Film. Zwei amerikanische Farang in Chiang Mai. Ungleiche Brüder...
Jake ertränkt schon länger Gehirn und Gewissen in Thai-Whisky. Der kleine Bruder soll ihn zurückholen und wird erstmal durch die Puffs geschleppt, was ihn sichtlich abstößt. Ein paar Happy Pills später funktioniert auch für ihn der Rummel, den westliche Freier in Thailand geboten kriegen. Er verliebt sich allerdings auf eine Art, wie Männer sich das gemeinhin versagen.
Alles eskaliert, weil die beiden nicht verstehen, dass sie Fremde sind und bleiben. Am wirklichen Leben in dem exotischen Paradies haben Touristen keinen Anteil. Und der kleine Elephant, den Jake im Suff gekauft hat, weiß auch nicht, was er da soll, an einem Pool voller Bierflaschen...

>>> Rezension
>>> Trailer

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wie macht der ami?
Keinen Mais auf die Pizza, über den Hai springen und sehr strenge Regeln, wann man wen mit "Ma'am" anreden darf. Alles eine Frage der richtigen Fernsehserie.
Zwei Blogs mit hohem Alltagswissensinformationsgehalt:
- USA erklärt
- Nothing for ungood (erklärt uns Deutsche für die Amis und umgekehrt)

via Lorelei

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wie macht der russe?
Im Kino dauernd Kasatschok (auch als Lego-Schurke), beim Schlagersingen den ersten Preis (mit Väterchens Millionen). Schlimmer Russe.

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viennoise 6: lookalike


Schlag ein, du Hemd!

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viennoise 5: leiblich
Grillen auf Dachterrassen im Sonnenuntergang geht immer, sei es in Kreuzberg oder im Siebzehnten Bezirk... Danke an Familie Soprano den Mops.



Sonst war die Wien-Diät unausgewogen und Würstellastig. Der Hunger treibts rein. Mehlspeisen gar nicht. Einmal die übliche Suppen-Droge und da war's klasse, nicht nur dem Namen nach: bei "Good Morning Vietnam", Märzstr. 25, 15. Bez, Empfehlung: die Battlefield-Platte für zwei.

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viennoise 4: tribünen


Die schönsten Tribünen Wiens sind nicht unbeding Euro-tauglich. Macht aber nüscht, weil da kein Männerfußball rennt, sondern Kutschpferde um die Wette...

>>> Tribünenbilder

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viennoise 3: sextourismus

(Qualifiziertes Urinal, Hermanngasse, Wien 7. Bezirk)

Es gibt sicher exotischere Ziele für die liebeshungrige skrupellose Damenwelt, wie Gambia, "Domrep" oder Aachen. Eine ehemalige Kollegin pflegte sich regelmäßig auf Kuba ihren Salsa-Eintänzer zu mieten und hielt dieses für eine Art astrologisch korrekter Entwicklungshilfe. Alles mehr als zweifelhaft.
Falls die Landmännin (Landfrau?) trotzdem mal dem typischen deutschen Balzverhalten aus Türzuschlagen, Ignoranz und Angstbeißerei entfleuchen möchte, empfehle ich einen Ausflug ins südöstliche Nachbarland. Es ist dort noch nicht so verpönt, einer Frau mit freundlichen Worten zu begegnen.

"Bist du der XY?" - frag ich in der Kneipe (Frau Generator verweigert das Brilletragen und hat ein schlechtes Gesichtergedächtnis...) -- "Nein leider, aba für di loss i mia umopariern!" -- Ich spüre die Röte ins Gesicht steigen und suche verlegen das Weite. Den ganzen Abend schon wurden mir Biere gebracht und die Aufwartung gemacht. Zum Teil ohne Untertitel, wobei mir die Feinheiten der Konversation dann entgingen. Grundtenor des Wieners an sich: Flirten mit der Artillerie. Eine Überdosis an lässiger Herzlichkeit. Das bin ich nicht gewohnt.

Bald kommt die Morgendämmerung und das Zuviel an Alkohol mischt sich wohl ungut mit Frühlingshormonen. Ein (gefühlter) 18-Jähriger drängt sich plötzlich auf. Bevor er handgreiflich wird, frag ich "Was willste denn?" -- "I wui a Muuuschi!" -- ja, kleiner Mann, wer soll dir da helfen? Herz in der Hose und nicht viel davon. Kenn ick schon. Hamwa ooch zuhause sowas. Die Wiener ringsum schauen betreten. Die Berlinerin kontert wie gelernt: "Du kannst sofort auf die Fresse kriegen, wenn du dich nicht verpisst!"

Gestern erklärt mir ein Weltreisender: Wir Deutschen sind nicht normal. Die anderen, die sind normal. Ich fahr bald wieder nach auswärts und versuche nicht immer gleich zuzuschlagen vor Schreck. Gefühlte 18jährige ausgenommen. Übrigens kein Feuer mehr in der Wohnung (für Tschick und Herd) seit der Reise. Haben die Wiener mir alle abgenommen. Sogar die, die noch daheim lagen. Die habens echt raus. Wir arbeiten mit Streichhölzern. Ganz kleine Flamme.

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